Hoch verfügbares Audio-Speichersystem für die Deutsche Welle
Zugriff auf mehr als 10.000 CDs bietet das neue digitale Audio-Archiv der Deutschen Welle
"Dieser neue Audio-Massenspeicher“, so Holger Richardt, Leiter des IT-Projektmanagement beim Bundessender, „löst den 1997 im Rahmen der Digitalisierung des Hörfunks eingeführten Massenspeicher ab. Das war ein Bandroboter mit etwa 500 Bandcassetten.“ Die Deutsche Welle entschied sich für ein Storage Area Network (SAN). Die Lieferung und den schlüsselfertigen Aufbau übernahm die arxes NCC AG aus Köln.
Die Herausforderung
Das Projekt war anspruchsvoll und aufwändig, da fein strukturierte Konzepte zu erstellen waren. Dennoch konnte das Projekt nach einem halben Jahr – zwei Wochen vor dem vereinbarten Termin übergeben werden. „Die Abnahme“, so Holger Richardt, „hat die arxes NCC AG mit Bravour überstanden. Es war erst die zweite Abnahme unserer IT-Projekte überhaupt, die mit dem Ergebnis ‚Null Fehler’ endete.“
Die Lösung
Das Audioarchiv bietet im aktuellen Ausbau eine Speicherkapazität von 2,5 Tbyte, was einem Fassungsvermögen von 10.000 CDs entspricht. Schon jetzt sind etwa 120.000 Titel als komprimierte MP3-Files gespeichert. Die Kapazität kann auf über 15 Tbyte erweitert werden. Eine besondere Herausforderung lag darin, dass arxes ein schnelles Backup und Restore relativ vieler kleiner Dateien sicherstellen musste. Die Deutsche Welle und arxes setzten dabei auf das Tivoli Storage Management sowie eine Speicherlösung von Hewlett-Packard.
Der Mehrwert
Seit der Inbetriebnahme arbeitet das hardwareseitig komplett redundant ausgeführte System störungsfrei. Die Redakteure freuen sich darüber, dass damit die bisher unvermeidliche Wartezeiten wegfallen, in denen das Audiofile erst geladen werden musste. Auch der Transfer in das digitale Audiobearbeitungs- und Sendesystem erfolgt jetzt wesentlich schneller, da die Zeit für das Umkopieren der auf Band gespeicherten Audiodateien auf einen kleinen Festplattenspeicher nun entfällt.
Der Kunde
Die Deutsche Welle ist eine der Visitenkarten der Bundesrepublik im Ausland. Seit 50 Jahren strahlt der deutsche Auslandsrundfunk – vor allem auf Kurzwelle – in 30 Sprachen von Amharisch bis Urdu, von Bengali bis Ukrainisch und natürlich in Deutsch, Englisch, Russisch und Chinesisch auf Informationen ausgerichtete Programme aus der Mitte Europas aus. 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 60 Ländern gestalten das Rundfunk- und Fernsehprogramm. Seit Sommer 2003 ist die Zentrale in Bonn ansässig. Zwischen Posttower und dem ehemaligen Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“ entstand eines der modernsten Funkhäuser Europas.

